Zuhause

Die letzten Wochen waren turbolent. Es gab einen Umzug, einen Gemeindewechsel, wenig Freizeit und viel zu tun. Wir leben immernoch im Chaos zwischen Kisten und Farbeimern, aber das Ganze nimmt Form an. Unfassbar viele liebe Freunde haben uns geholfen und helfen noch immer.

Inzwischen haben wir uns außerdem entschieden, uns wegen des langen Weges zur alten Gemeinde, nach einer Kirche vor Ort umzusehen. So können wir und die Kinder hoffentlich neue Freundschaften schließen, die über den Sonntag hinaus gehen. Und eine sehr liebe mit uns befreundete Familie ist schon in der Gemeinde, die wir uns angeschaut haben. Man fühlt sich sofort wohl, wenn man jemanden gut kennt. Irgendwie Zuhause. Man muss sich nicht nach Menschen umsehen, mit denen man sich unterhalten, vertraute Gedanken austauschen oder sich einfach nur dazu stellen kann. Man hat sie an seiner Seite. So ist es leicht anzukommen.

Ankommen mussten wir auch erstmal in der neuen Wohnung. Wir kennen unsere Nachbarsfamilie schon aus einem Verein und sind herzlich mit super leckeren Spagetti begrüßt worden. Sofort kam ein warmes Gefühl von Willkommen-sein in uns auf. Außerdem gibt es ein Mädchen im Haus, im gleichen Alter wie unsere Große. Die beiden haben sich gleich gut verstanden und miteinander gespielt, als würden sie sich schon ewig kennen. Seitdem klopft es immer mal wieder leise an unserer Tür und sie steckt ihren Kopf rein und fragt nach ihrer neuen Freundin.

Momentan wird es uns also wirklich leicht gemacht, anzukommen. Wie schnell kann ein Ort ein Zuhause werden, wenn die Menschen ein Zuhause daraus machen. Und zwar nicht für sich selbst, sondern für den Anderen. Ich kann die schönste Wohnung haben, mit den tollsten Dingen darin und doch niemals ankommen. Die beste Gemeinde, mit dem mitreißendsten Lobpreis und einer tollen Predigt, ist kein Zuhause, wenn ich dort keine Gemeinschaft habe. Ich habe in den letzten Wochen die kleinen Gesten und schönen Gemeinschafts-Momente wieder neu schätzen gelernt. Und es erinnert mich daran, dass ich genau das für andere sein kann und möchte: jemand, der das Gefühl gibt, willkommen, geliebt und Zuhause zu sein.

Seid gesegnet,

Dorit

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